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Fußball ist eigentlich etwas für komplett Durchgeknallte.
Die Werbebock-Videothek beweist es.
Ein Spiel für coole
FC-Cowboys.
Schwing das
Lasso und punkte.
Der 1. FC Köln ist denkbar schlecht in die neue Saison gestartet. Nach der 3:1 Heimpleite gegen Kaiserslautern folgte nun die 4:2 Auswärtskltasche in Bremen. Damit erobert sich der FC den letzten Tabellenplatz. Es geht also direkt richtig los. Das Umfeld wird unruhig. Die Presse wetzt die Messer. Und nun steht die Mannschaft schon mächtig unter Druck und muss am dritten Spieltag gegen St. Pauli gewinnen. Denn danach geht es schon nach München. In Bremen war, wie zu erwarten, vor allem die Abwehr eine Vollkatastrophe. Mohamad und Geromel sind nicht zu ersetzen. Brecko, McKenna, Pezzoni und Salger waren zu jeder Minute total überfordert. Man kann nur hoffen, dass Geromel und Andrézinho in zwei Wochen auf dem Platz stehen. Sonst dürfte es die nächste Katastrophe geben. Allerdings muss man sagen, dass in Bremen nicht alles schlecht gewesen ist. Podolski war sehr angriffslustig. Lanig spielte gut mit. Und Jajalo zeigte in der zweiten Halbzeit, dass er ein sehr guter Techniker ist. Noch ist nichts verloren. Die aktuelle Tabelle ist sowieso eher eine vorübergehende Erscheinung. Hoffenheim, Mainz, Kaiserslautern und Hannover haben eine beneidenswerte Woge des Erfolgs erwischt. Aber diese dürfte sich spätestens nach weiteren fünf Spieltagen aufgelöst haben.
Der 1. FC Köln hat in der 2. Runde des DFB-Pokals ein Heimspiel zugelost bekommen. Gegner ist 1860 München. Somit stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Kölner unter die letzten 16 Mannschaften kommen, die weiter von Berlin träumen dürfen.
Der FC beginnt dort, wo er aufgehört hat: mit Heimniederlagen. Erneut eine schallende Ohrfeige für die FC-Fans. Der 1. FC Kaiserslautern besiegt den 1. FC Köln mit 1:3. Bis zur 70. Minute führten die Kölner trotz Unterzahl mit 1:0. Kaiserslautern war bis zu diesem Zeitpunkt einfach unterirdisch schlecht. Und die Geißböcke kämpften. Doch plötzlich führten dumme Fehler zu den drei unnötigen Gegentoren. Der FC brach in sich zusammen. Die bis dahin perfekte Moral löst sich in Wohlgefallen auf. Diese letzten 20 Minuten sind nicht entschuldbar. Natürlich hatte der Platzverweis von Mohamad nach gut 80 Sekunden die Kölner Strategie und alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen. Natürlich hatte es Kraft gekostet. Aber so kann man sich nicht abschlachten lassen. Alles kam einem irgendwie bekannt vor. Die FC-Fans, die lange vor Spielende scharenweise das Stadion verließen. Die feiernde Fanecke der Gastmannschaft. Die hängenden Köpfe der FC-Spieler nach Abpfiff. Wann werden die Kölner endlich von diesem Fluch befreit? Wann werden die Fans mit Hurra-Fußball belohnt? Es ist so verdammt traurig.